Grundsätzliches zur Börse
Jeder organisierte Markt, der bestimmten Regeln folgend, vertretbare Sachen handelt, wird als Börse bezeichnet. Heutzutage wird bei dem Begriff Börse jedoch hauptsächlich der Handel mit Wertpapieren wie Anleihen und Aktien, Rohstoffen, Metallen und Devisen verstanden. Während der genau definierten Handelszeiten, die nicht gleich zu setzen sind mit den Öffnungszeiten, führen die Börsenmakler Nachfrage und Angebot zusammen. Dabei richten sich die Preise für die Angebote grundsätzlich nach der Nachfrage, getreu dem alten Prinzip, je seltener, desto teurer. Da die Makler nicht für die verkaufenden und kaufenden Kunden arbeiten, bietet die Börse einen hohen Schutz vor Manipulation und gleichzeitig eine hohe Markttransparenz. Damit das auch wirklich so ist und bleibt, wird der Handel an der Börse über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin genannt, überwacht. So wird die Preisbildung, die Marktliquidität und natürlich auch die Kosten der Transaktionen überwacht und geregelt. Ist ein Unternehmen börsennotiert, muss es Börsenrelevante Vorgänge bekannt geben. Dazu werden immer drei, oft aber auch mehr, inländische Zeitungen, die aber überregional verbreitet sind, von der Börsenzulassungsstelle als Börsenpflichtblatt ernannt. Die Herkunft des Namen Börse ist nicht vollständig geklärt, da es sich sowohl von den Patrizierfamilien De Bourse und van der Beurse ableiten lässt als auch von einem Marktplatz im belgischen Brügge.

Börse ist nicht gleich Börse

Die Warenbörse ist eine der ältesten Börsen, denn auf ihr werden heimische und importierte landwirtschaftliche Erzeugnisse gehandelt. Im Laufe der Zeit haben sich die Warenbörsen aber auch zu Spezial- und Produktbörsen entwickelt, auf denen nur ein Produkt, wie etwa Kaffee oder Edelmetall gehandelt wird. Die Terminbörsen sind für die Abwicklung von Warentermingeschäften zuständig und handeln mit Derivaten. Dagegen ist die Wertpapierbörse, auch Aktienbörse genannt, schon dem Namen nach, nur für den Handel mit Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren verantwortlich. Der Name der Devisenbörse erklärt schon das hier gehandelte Gut, nämlich Fremdwährungen. Aber es gibt auch Dienstleistungsbörsen. Diese Börsen sind spezialisiert auf Geschäfte im Versicherungs- und Verkehrsbereich. Dabei ist die klassische Börsenform die der Präsenzbörse, wo die Makler in Person auftreten und ihre Geschäfte über Gespräche abschließen. Diese Form des Handels wird auch Parketthandel genannt und erfolgt im Auftrag eines Kunden oder im Eigenhandel. Allerdings wird heute der größte Teil des weltweiten Handels durch computergestützte Handelssysteme abgewickelt. Dabei errechnet der Computer die Kurse und wickelt den Handel nach Eingabe der Daten selbstständig ab. Natürlich sitzen auch hier wieder die Börsenmakler am Monitor und tätigen ihre Ein- und Verkäufe.

Für weitere Informationen in spanisch klicken Sie hier!
Informationen in französisch finden Sie an dieser Stelle!
Service rund um Software
  • Banken benutzen immer häufiger eigene, interne Software Anwendungen. Lesen Sie mehr dazu: Software für Banken
  • Auch die Börse und deren Mitarbeiter sind auf eine zuverlässige Software angewiesen. Lesen Sie hier weiter: Software für die Börse
  • Anwendungssoftware findet sich vor allem in privaten Haushalten wieder. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Anwendungssoftware
Ähnliche Themen: