Kredite FAQ - Häufige Fragen zum Thema Kredite

Fragen und Antworten zum Thema Kredite
Welche Angaben werden bei einem Kreditantrag benötigt?

Bei einem Kreditantrag werden stets bestimmte Daten benötigt, und zwar persönliche Daten des Kreditnehmers und Angaben zum Kredit. Zu den persönlichen Angaben zählen vollständiger Name, Anschrift, Geburtsdatum und Beruf des Antragstellers. Meistens wird zudem auch die Angabe der Einkommenshöhe verlangt. Zudem müssen noch genaue Angaben zum Kredit gemacht werden, also zur Darlehenssumme, zum Zinssatz, zur Laufzeit und zum Höhe der Kreditrate.

Welche Kosten entstehen bei einem Kredit?

Der Hauptkostenfaktor beim Kredit sind natürlich die Zinsen, die vom Kreditnehmer zu zahlen sind. Je nach Kreditart können jedoch noch weitere Kosten hinzukommen. Das sind beim Ratenkredit zum Beispiel Bearbeitungsgebühren oder auch Kosten für eine geforderte Restschuldversicherung. Beim Immobilienkredit können zudem noch Kosten für die Eintragung der Grundschuld oder auch Schätzkosten entstehen, falls der Wert der Immobilie von einem Sachverständigen geschätzt werden soll. Ebenfalls können beim Immobilienkredit Kosten in Form von Bereitstellungszinsen entstehen, falls der Kreditbetrag "verspätet" abgerufen wird. Wird das Darlehen vorzeitig abgelöst, kann ferner eine Vorfälligkeitsentschädigung als weiterer Kostenfaktor zu zahlen sein.

Welche Sicherheiten sind bei einem Kredit notwendig?

Welche Sicherheiten bei einem Kredit benötigt werden, legt jede Bank individuell und mitunter auch im Einzelfall fest. Grundsätzlich gibt es verschiedene Kreditsicherheiten, die der Kreditnehmer stellen kann. Als dingliche Sicherheiten kommen zum Beispiel die Grundschuld bei Immobilienkrediten in Frage, Verpfändung von Sparguthaben oder von Wertpapierguthaben, Abtretung von Forderungen oder die Sicherungsübereignung. Darüber hinaus gibt es auch noch eine persönliche Sicherheit, nämlich die Bürgschaft.

Wie lange sollte die Laufzeit eines Kredits sein?

Entscheidend für die Laufzeit des Kredites ist vor allem die Höhe der Kreditrate. Diese sollte so gewählt sein, dass der Kreditnehmer die Rate gut tragen kann. Aus der Darlehenssumme und der Kreditrate ergibt sich dann unter Einbeziehung des Zinssatzes automatisch die Laufzeit des Darlehens. Übliche Laufzeiten beim Ratenkredit sind zum Beispiel 12-60 Monate, während ein Immobiliendarlehen meistens eine Gesamtlaufzeit von über 20 Jahren hat. Insofern ist es wichtig, die Laufzeit an die individuellen Verhältnisse des Kreditnehmers anzupassen.

Wie schnell wird ein Kreditbetrag ausgezahlt?

Wie schnell ein Kreditbetrag ausgezahlt wird, hängt maßgeblich von der Bank ab, denn es gibt hier größere Unterschiede. Beantragt man zum Beispiel einen Ratenkredit in der Geschäftsstelle der Bank, so kann die Auszahlung des Darlehens mitunter direkt nach der Unterschrift unter den Darlehensbetrag erfolgen, also praktisch sofort. Beantragt man den Kredit hingegen online, zum Beispiel bei einer Direktbank, kann natürlich in der Regel keine Barauszahlung erfolgen, sondern der Kreditbetrag wird dann auf das Girokonto überwiesen. Hier kann man, je nach Bearbeitungszeit, mit einem Zeitraum zwischen zwei Tagen und einer Woche nach Antragstellung rechnen.

Wer gilt als kreditwürdig?

In Deutschland ist es so, dass die Banken relativ strenge Vorgaben haben, was die Kreditwürdigkeit eines Kreditsuchenden betrifft. Um als kreditwürdig zu gelten, muss man daher fast ohne Ausnahme mindestens zwei Bedingungen erfüllen. Zum einen dürfen keine negativen Einträge bei der Schufa vorhanden sein, was die Bank anhand einer Schuft-Auskunft überprüft. Zum anderen muss ein regelmäßiges Einkommen vorhanden sein, welches auch ausreicht, um davon später den Kredit zurück zu zahlen. Für nicht wenige Banken im Ausland reicht übrigens bereits ein vorhandenes Einkommen aus, denn die Schufa spielt dort bezüglich der Kreditwürdigkeit keine Rolle.

Was unterscheidet den Nominalzins vom Effektivzins?

Der Nominalzins ist der Zinssatz, den man bezogen auf die Darlehenssumme an den Kreditgeber zahlen muss. Dieser Nominalzins enthält jedoch keine weiteren Kosten, die auf den Kreditnehmer ebenfalls noch zukommen können, wie zum Beispiel Bearbeitungsgebühren. Auch die Verrechnung der Tilgung wird im Nominalzins nicht berücksichtigt. Im Unterschied zum Nominalzins enthält der Effektivzins hingegen diese beiden genannten Faktoren. Der Effektivzins beinhaltet also etwaige Gebühren und die Tilgungsverrechnung, also alle Kosten rund um den Kredit. Die Angabe eines Effektivzinssatzes ist nach dem Verbraucherkreditgesetz eine Pflichtangabe.

Ist eine Restschuldversicherung bei Aufnahme eines Kredits notwendig?

Eine Restschuldversicherung wird von nicht wenigen Kreditnehmern verlangt, wenn man einen Kredit bekommen möchte. Ob diese Versicherung wirklich notwendig ist, hängt vom Einzelfall ab. Besitzt man beispielsweise schon anderweitige Versicherungen, die das gleiche Risiko wie die Restschuldversicherung abdecken, zum Beispiel eine Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung, so ist der Abschluss einer Restschuldversicherung oftmals unnötig. Bestehen solche Versicherungen noch nicht und möchte man sich selbst gegen eventuelle Risiken wie Berufsunfähigkeit oder auch Arbeitslosigkeit in der Hinsicht absichern, dass der Kredit dann eventuell nicht mehr zurück gezahlt werden könnten, ist der Abschluss einer Restschuldversicherung sicherlich sinnvoll.

Kann man von einem Kreditvertrag zurücktreten?

Von einem Kreditvertrag zurücktreten kann man zunächst innerhalb einer Widerrufsfrist von zwei Wochen nach Abschluss des Kreditvertrages. Diese Frist kann allerdings nur wahrgenommen werden, solange der Kreditbetrag noch nicht ausgezahlt wurde. Anschließend ist es in der Regel nur noch mit Einverständnis des Kreditgebers möglich, vom Kreditvertrag zurück zu treten. Ein Rücktritt ist allerdings auch noch möglich, wenn bestimmte Formmängel im Vertrag bestehen oder der Kreditgeber zum Beispiel gesetzlich geforderte Unterlage nicht ausgehändigt hat.

Was passiert, wenn man in Zahlungsschwierigkeiten gerät?

Falls man in Zahlungsschwierigkeiten geraten sollte, sollte man zunächst mit der Bank sprechen, um eventuell eine Aussetzung der Kreditraten oder eine Stundung zu erwirken. Ist das nicht möglich, so wird die Bank nach Ausbleiben der ersten Rate eine Zahlungsaufforderung senden. Erfolgt dann weiterhin keine Zahlung, wird ein offizielles Mahnverfahren eingeleitet. Hat man Sicherheiten gestellt, so können diese für den Ausgleich der Forderung seitens der Bank verwendet werden. Sollte der Kredit seitens der Bank abgeschrieben werden müssen, so wäre ein negativer Schuft-Eintrag letztendlich neben den zivilrechtlichen Forderungen des Kreditgebers die Konsequenz für den Kreditnehmer.

»  zum 2. Teil der Kredite FAQ
weitere Themen:
Service rund um Software
  • Banken benutzen immer häufiger eigene, interne Software Anwendungen. Lesen Sie mehr dazu: Software für Banken
  • Auch die Börse und deren Mitarbeiter sind auf eine zuverlässige Software angewiesen. Lesen Sie hier weiter: Software für die Börse
  • Anwendungssoftware findet sich vor allem in privaten Haushalten wieder. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Anwendungssoftware
Ähnliche Themen: