Eine kleine Bankenfibel – Von den Anfängen bis zur modernen Bankwelt
Die frühen Formen des Bankwesens liegen vermutlich schon weit zurück. Im Mesopotamien der vorchristlichen Zeitrechnung konnte man bereits Konten für Schecks und Einlagen führen. Das europäische Bankenwesen nahm seinen Ursprung in Florenz. Die Stadt blühte im 13. Jahrhundert zu einer wachsenden Handelsmacht auf und konnte sich und sein Finanzwesen auf diese Weise ausdehnen. Seitdem sind Banken Unternehmen, die Dienstleistungen des Kredit-, Zahlungs- und Kapitalverkehrs anbieten. Diese sind kostenpflichtig und als solche Motor des Bankenwesens. In der modernen Welt unterliegen sie einer Reihe von Vorschriften, welche sowohl national als auch international gelten. In den meisten Ländern unterstehen Kreditinstitute einer speziellen Bankenaufsicht. In Deutschland wird diese durch die Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übernommen.

Offline und Online Banken


Hinsichtlich ihrer formellen Gestaltung unterscheiden sich deutsche Kreditinstitute. Das gängigste Modell des vergangenen Jahrhunderts war die Offline-Bank. Finanzgeschäfte werden vor Ort, im direkten Kontakt mit einem Bankier getätigt. Es mussten Formulare ausgefüllt, Dokumente eingereicht und Unterschriften getätigt werden. Bargeld wurde ebenfalls am Schalter ausgezahlt. Heute ist dieses Modell überholt und wurde von Online-Banken bzw. On- und Offline-Modellen abgelöst. Bei der Mischvariante haben Kunden einerseits die Möglichkeit, Geldgeschäfte bequem und unkompliziert am heimischen Rechner abzuwickeln. Haben sie sich in ihr Konto eingeloggt, können sie darüber ihren Kontostand abfragen, Überweisungen tätigen und sogar Kredite beantragen. Darüber hinaus können sie andererseits nach wie vor zu ihrem Kreditinstitut gehen und sich persönlich beraten lassen, um individuelle Fragen zu klären. Reine Online-Banken bieten diesen persönlichen Kontakt nur telefonisch und meist kostenpflichtig an. Sie wickeln alle Geschäfte via Internet ab, was dem Kunden wiederum den Vorteil ermöglicht, überteuerte Kontenführungsgebühren zu sparen. Diese Dienstleister verfügen nicht über Filialen.

Für jeden Geschmack die geeignete Bank


Viele Banken haben die finanziellen Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen erkannt und ihre Angebote speziell auf diese zugeschnitten. Mittlerweile bieten die meisten großen Banken vergünstigte Konditionen für Studenten an. Hierbei wird ihnen die Kontoführungsgebühr erlassen und ein begrenzter Dispokredit zur Verfügung gestellt. Auch Kreditkarten werden an angehende Akademiker vergeben. Auch für Beamte und Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes finden sich besondere Angebote, vor allem bei Krediten. Selbstständige und Existenzgründer finden ebenfalls Angebote, die ihre individuellen Anforderungen und Möglichkeiten berücksichtigen.

Welches Girokonto für wen?

Um das geeignete Girokonto bei einer Bank ausfindig zu machen, sollte man die Anzahl seiner Buchungen, den durchschnittlichen Kontostand und den monatlichen Geldeingang überprüfen und berücksichtigen. Personen, die regelmäßig in den Überziehungskredit gehen, sollten diesbezüglich bei den Rückzahlungszinsen vergleichen. Auch die Serviceleistungen hinsichtlich einer persönlichen Betreuung fließen in die Gebühren mit hinein. Daher sollte ein Neukunde die bestehenden Angebote gründlich prüfen und vergleichen und dann das am besten auf ihn zugeschnittene Angebot nutzen.

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