Das Girokonto ist nicht selten das erste Bankprodukt, mit dem man als junger Erwachsener heutzutage in Ber�hrung kommt. Teilweise werden Girokonten von den Banken schon Sch�lern ab 12 Jahren angeboten, wobei das Konto in diesem Fall dann als reines Taschengeldkonto genutzt wird. Aufgrund der Tatsache, dass Konten f�r Minderj�hrige ohnehin nur als Guthabenkonto gef�hrt werden d�rfen, gibt es in dieser Hinsicht auch keine Bedenken gegen die Er�ffnung eines Girokontos in jungen Jahren. Zudem m�ssen ohnehin die Eltern der Kontoer�ffnung zustimmen. Vom Grundsatz her ist das Girokonto zur Durchf�hrung des Zahlungsverkehrs gedacht. Der Kunde nutzt das Konto, um zum Beispiel �berweisungen zu t�tigen, das Gehalt oder die Ausbildungsverg�tung werden auf dem Konto verbucht, und �ber das Girokonto kann jederzeit am Geldautomaten mittels Kredit- oder Kundenkarte Bargeld verf�gt werden.
Nicht nur f�r die Banken, sondern auch f�r die Kunden z�hlt das Girokonto nicht selten zum kostspieligsten Produkt im Finanzbereich. Allerdings setzt sich nach und nach eine �nderung hin zum kostenlosen Girokonto durch. Dieses kostenfreie Konto bieten jedoch bislang nur wenige Banken an, sodass der Kunde zwischen den Angeboten vergleichen sollte. Im Bereich des Girokontos gibt es zwei Hauptkosten-Faktoren. Und zwar sind das zum einen die Kontof�hrungsgeb�hren und zum anderen die Sollzinsen, die man f�r eine zul�ssige �berziehung des Girokontos zahlen muss. Bez�glich der Kontof�hrungsgeb�hren gibt es verschiedene Modelle/Tarife, welche von den Banken angeboten werden. So gibt es zum Beispiel Girokonten, bei denen man eine monatliche Grundgeb�hr zahlen muss, in der jedoch dann alle Leistungen enthalten sind. Bei anderen Tarifen setzten sich die Kontof�hrungsgeb�hren hingegen aus einer Grundgeb�hren und der zus�tzlichen Berechnung der einzelnen Buchungsposten zusammen. Die Sollzinsen sind immer dann wichtig, wenn man einen Dispokredit nutzen und das Konto somit �berziehen m�chte. Die Spannbreite bez�glich der Dispozinsen sehr gro� und bewegt sich zwischen sieben und 14 Prozent.
Wie bereits zuvor erw�hnt, geht der Trend hin zum kostenlosen Girokonto. Jedoch muss man den Begriff "kostenlos" stets mit Vorsicht genie�en, denn bei nur ganz wenigen Banken ist das Girokonto ohne "wenn und aber" kostenfrei. Vielmehr ist es in den meisten F�llen so, dass der Kontoinhaber mindestens eine Bedingung zu erf�llen hat, wenn er eine kostenlose Kontof�hrung haben m�chte. Diese Bedingung ist entweder ein Gehaltseingang von in der Regel mindestens 1.200 Euro oder alternativ ein Guthaben auf dem Girokonto von 3.000 Euro oder mehr. Ist eine dieser Bedingungen erf�llt, dann ist die Kontof�hrung tats�chlich kostenlos. Jedoch m�ssen weitere Einschr�nkungen gemacht werden, denn oftmals sind dann auch nur die beleglosen Buchungen kostenfrei, w�hrend beleghafte �berweisungen kostenpflichtig sind. Eine besondere Variante des Girokontos ist auch das Guthabenkonto. Dieses wird Minderj�hrigen und Kunden mit einer schlechten Bonit�t, meistens durch negative Schufa Merkmale gekennzeichnet, angeboten. Die Besonderheit besteht beim Guthabenkonto darin, dass keine �berziehung des Kontos zugelassen wird.
Eine relativ neue Variante ist das Girokonto mit Tagesgeldfunktion. Zun�chst einmal ist dieses Konto ein "normales" Girokonto mit allen �blichen Funktionen und Leistungen. Die Besonderheit besteht darin, dass der Kontoinhaber f�r Guthaben, welches sich auf dem Girokonto befindet, eine f�r ein Girokonto au�ergew�hnlich hohe Verzinsung erh�lt. W�hrend man bei einem "normalen" Girokonto maximal 0,25 Prozent Habenzinsen bekommt, wird auf einem Girokonto mit Tagesgeldfunktion durchaus ein Zinssatz von bis zu zwei Prozent gezahlt. Der Vorteil f�r den Kunden besteht darin, dass er faktisch Girokonto und Tagesgeldkonto in einem Konto vorfindet, und somit nicht zwei unterschiedliche Konten hat. Somit fallen auch die oftmals "l�stigen" Umbuchungen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto und umgekehrt weg, was mitunter auch Kontof�hrungsgeb�hren einspart. Immer mehr Banken bieten heute dieses Girokonto mit einer Tagesgeldfunktion an.