Im Finanzbereich, speziell im Bereich Finanzierungen und Kredite, wird h�ufiger auch von einer Umschuldung als eine m�gliche Ma�nahme gesprochen. Nicht zu verwechseln ist die Umschuldung �brigens mit einer �berschuldung. Die Umschuldung als solche tritt in der Praxis vorwiegend in drei m�glichen Situationen auf und stellt nicht selten eine sehr sinnvolle Ma�nahme dar, um die eigenen Verbindlichkeiten zu ordnen oder um Ausgaben in Form von Zinszahlungen zu reduzieren. Generell wird bei einer Umschuldungsma�nahme stets eine Ver�nderung bez�glich bestehender Kredite vorgenommen und es wird zudem fast immer ein neuer Kredit aufgenommen.
Viel zu selten wird die Umschuldung im Bereich eines beanspruchten Dispositionskredites genutzt, obwohl der Kreditnehmer bzw. Kontoinhaber gerade dort eine gr��ere Summe an Zinsen einsparen k�nnte. Das Einsparpotential resultiert daraus, dass zum einen viele Kontoinhaber den teuren Dispositionskredit �ber Jahre hinweg nutzen, und zum anderen der Dispokredit teilweise um einige Prozentpunkte teurer ist als ein Ratenkredit. Vom Prinzip her ist der Dispositionskredit daf�r gedacht, dass man auf dem Girokonto einen gewissen Verf�gungsrahmen hat, um kurzfristig auftretende Ausgaben damit bewerkstelligen zu k�nnen. Es geht also im Grunde um vor�bergehende Engp�sse der Liquidit�t. In der Praxis sch�pfen jedoch nicht wenige Kontoinhaber den Dispokredit-Rahmen �ber Jahre hinweg aus, und das zu einem Sollzinssatz zwischen 12 und 14 Prozent. Zudem werden die in Anspruch genommenen Summen auch selten auf eigene Initiative hin reduziert und Schulden abgebaut, weil beim Dispokredit keine festen R�ckzahlungstermine bestehen. Unter den genannten Voraussetzungen w�re eine Umschuldung in einen Ratenkredit eine sehr sinnvolle Ma�nahme, denn hier w�rde der Kunde nur einen Zinssatz zwischen sechs und neun Prozent zahlen. Ferner h�tte die Umschuldung des positiven Nebeneffekt, dass die Schulden nach und nach automatisch abgebaut w�rden.
In der Sparte Immobilienkredit (Hypothekendarlehen) ist eine Umschuldung in bestimmten Abst�nden im Grunde v�llig "normal". Immer wenn eine Zinsfestschreibung abgelaufen ist, muss der Kreditnehmer ein Hypothekendarlehen verl�ngern oder ein neues Darlehen bei einer anderen Bank aufnehmen. Dabei handelt es sich dann ebenfalls um eine Umschuldung. Neben dieser planm��igen Umschuldung gibt es im Bereich der Immobilienkredite aber auch noch eine au�erplanm��ige Umschuldung, die bereits vor dem Ablauf der aktuellen Zinsbindungsfrist vorgenommen wird. In diesem Fall k�ndigt der Kreditnehmer das laufende Immobiliendarlehen, meistens aus dem Grund, dass die Zinsen aktuell deutlich geringer sind als der Zinssatz, der momentan im Rahmen des laufenden Darlehens zu zahlen ist. Dieser Umschuldung muss die Bank jedoch zustimmen, was meistens auch unter Berechnung einer Vorf�lligkeitsentsch�digung m�glich ist. Eine solche vorzeitige Umschuldung, zum Beispiel durch die Nutzung eines Forward Darlehens, ist nicht immer sinnvoll, sondern nur dann, wenn die Zinsersparnis gr��er ist als die Vorf�lligkeitsentsch�digung, welche der Kreditnehmer zu zahlen hat.
W�hrend bei der Umschuldung von Dispositionskrediten und Immobilienkrediten vor allem die Kostenersparnis im Vordergrund steht, nutzen viele Verbraucher die Umschuldung bei Ratenkrediten vor allem deshalb, um ihre Verbindlichkeiten zu "ordnen". Nicht selten hat man mehrere Ratenkredite und/oder Ratenzahlungsvereinbarung gleichzeitig zu bedienen, sodass mitunter der �berblick �ber die gesamten Verbindlichkeiten verloren geht. Durch die Umschuldung kann in diesen F�llen zum Beispiel ein neuer Ratenkredit aufgenommen werden, sodass man mit dieser Darlehenssumme dann alle bestehende Ratenkredite und Ratenzahlungsvereinbarungen vorzeitig abl�st. Im Folgenden wird dann monatlich nur noch eine Kreditrate abgebucht, was von der �bersicht her nat�rlich deutlich vorteilhafter als zuvor ist.